Die Judikative
Nahezu jeder Mensch kommt mindestens einmal in seinem Leben mit dem Gesetz in Berührung. Die einen sind dabei einfach auf die schiefe Bahn gerutscht, während die anderen als Opfer in Erscheinung treten. Aus diesem Grund gibt es in einer lebenswerten Gesellschaft auch immer unabhängige staatliche Gewalten, die in einem solchen Fall einschreiten und die weitere Vorgehensweise regeln.
Wenn die Mühlen der Judikative mahlen
Als unabhängige Gewalten in Deutschland fungieren dabei die Legislative, die Exekutive und die Judikative. Während sich die Legislative mit der Gesetzgebung beschäftigt, ist es Aufgabe der Exekutive, die Einhaltung der Gesetze zu prüfen und im Falle eines Falles zu vollziehen. Nun stellt sich nur noch die Frage, was genau die Judikative bewirkt und welche Tätigkeiten in ihren Bereich fallen. Wer die Aufgabe der Judikative verstehen und erkennen möchte, muss zuerst einmal wissen, wer die ausübenden Organe dieser unabhängigen Gewalt sind. In Deutschland sind hierfür das Bundesverfassungsgericht, die Gerichte der Bundesländer und die Bundesgerichte verantwortlich. Diese sorgen dafür, das Recht bleibt, was Recht ist. In Aktion treten diese immer dann, wenn jemand gegen das Gesetz verstoßen hat oder sich eine Straftat zuschulden kommen lassen hat. Wer also zum Beispiel stiehlt, anderen Menschen körperlichen Schaden zufügt oder auch Steuern hinterzieht, verstößt damit gegen geltendes Recht und wird im ersten Schritt durch die Exekutive, also die ausführende Gewalt im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen.
Die rechtsprechende Gewalt
Je nach Schweregrad der Straftat muss nun durch ein weiteres Organ der Exekutive entschieden werden, ob die jeweilige Person eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt und in Gewahrsam genommen werden muss, oder ob derjenige bis zu seiner Strafe auf freiem Fuß bleiben kann. Selbstverständlich ist ein einfacher, kleiner Diebstahl noch kein Grund für eine Untersuchungshaft, ein Mord oder schwere Körperverletzung hingegen sehr wohl. Egal, ob der Gesetzesbrecher nun im Gefängnis ist oder nicht, im nächsten Schritt gehen die staatlichen Gewalten daran, den vorliegenden Fall zu prüfen und eine Anzeige zu stellen. Anhand dieser Anzeige wird dann die spätere Gerichtsverhandlung geführt, an deren Ende ein Urteil für den Angeklagten steht. Mit diesem Urteil wird praktisch die Strafe für das Vergehen festgelegt.
Ein Denkzettel von der Judikative
Auch beim Urteil richtet sich das Strafmaß danach, wie schwerwiegend die Straftat war und inwieweit die Gesellschaft mit diesem Menschen friedlich zusammenleben kann. So ist es selbstverständlich nicht tragbar, mit einem Mörder Tür an Tür zu leben und so wird hier mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Haftstrafe durch den Richter ausgesprochen. Wer einmal in die Mühlen der Judikative geraten ist, weiß sicherlich, dass ein gerichtliches Urteil einen mitunter ein ganzes Leben lang verfolgen kann. Aus diesem Grund ist es für jeden Menschen ratsam, sich einfach an die Gesetze zu halten und so gar nicht erst in diese Lage zu kommen. Schließlich gibt es die Gesetze eines Landes nicht umsonst, sondern aus gutem Grund. Zu guter Letzt liegt es auch an jedem einzelnen Bürger, ob die staatliche Ordnung funktioniert oder nicht. Da es hierfür keine Garantie gibt, sorgen Legislative, Exekutive und Judikative dafür!
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